AckerkulturenAlle BeiträgeHirse

Hirse säen

Letztes Jahr baute ich die Hirse zum ersten Mal pfluglos an. Auf den Geohobel folgten damals zehn schöne, heisse, trockene Tage. Das war natürlich ideal. Dieses Jahr war es etwas anders. Aber es geht auch bei nicht optimalem Wetter.

Nach dem Geohobeleinsatz am Freitag folgten ein schöner Tag. Der Boden trocknete gut ab, und die Grasmütteli sahen schön vertrocknet aus. Nach dem Regen am Samstag abend war plötzlich alles wieder ziemlich grün…Es war grüner als man es auf dem Föteli sieht

So ging es die ganze Woche weiter. Schönes Wetter, aber fast jeden Abend eine Gewitterschütti.

Am Donnerstag bearbeitete ich die Sache mit der Spatenegge. Das Ziel war, die Grasstöcke zu zerkleinern, damit sie weiter austrocknen. Aber auch da gab es am Abend wieder Regen…

Zwischendurch habe ich noch eine Portion Mist gestreut. Auch hier ist das Ganze in Natura viel grüner als auf dem Föteli.

Am Samstag konnte ich nicht mehr warten. Die Nerven… Die Wetterprognose für die nächste Woche verhiess weiterhin wechselhaftes Wetter, und seit Donnerstag hatte es nicht mehr geregnet. Die bearbeitete Bodenschicht war nach einem Federzahneggendurchgang am Freitag recht gut abgetrocknet, und für Sonntag war noch heisses Wetter angesagt. Ich pfiff dem Sämeister.

Der 7070er New Holland hat 260 Pferdchen unter der Haube. Ziemlich üppig, aber die Pneudimension ist auch entsprechend riesig. So wird das hohe Gewicht gut verteilt. Die Säkombination hat vorne eine Kreiselegge. Damit wurde die bearbeitete Bodenschicht nochmals gerührt und die Graswurzeln freigelegt, so dass sie weiter vertrocknen. Nach der Egge läuft eine Packerwalze. Gesät wird mit einer pneumatischen Sämaschine und Scheibenscharen. Damit sät man auch in unregelmässigem Saatbett mit viel störendem Material verstopfungsfrei. Zuletzt wird die Erde mit einer Walze rückverdichtet. Das ist beim Säen bei trockenen Verhältnissen wichtig, damit die Samen guten Bodenschluss haben und nicht vertrocken.

Und so sieht es Anfang Woche aus. Die Hitze übers Wochenende hat die Graswurzeln ausgetrocknet. Kommt gut…

Ich säe gerne bei optimal trockenen Verhältnissen. Hier war es nicht ganz optimal, aber machbar. Stellenweise war es noch etwas feucht. Aber ich bin da etwas heikel. Andere säen bei viel schwierigeren Verhältnissen trotzdem. Wenn ich gewusst hätte, dass es zwar ab Sonntag abend wieder regnet, aber nur bei den anderen und nicht bei uns, hätte ich bis Montag gewartet…

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.